Die Nikolaipforte

 

Der Stadtschreiber Peter Preuschwitz versuchte im Jahre 1429 durch Verrat, den Husitten, die Bautzen belagerten, die Stadt zu überliefern. Er schoss mit Schriftstücken umwickelte Pfeile in das Lager der Feinde, worauf er versprach, die Pulvervorräte der Stadt durch Wasser unbrauchbar zu machen und zu einer bestimmten Zeit ein Tor der Stadt zu öffnen. Dafür sollte er einen Lohn von hundert Schock Groschen und zehn Schock Ruhegehalt bekommen. Der Hauptmann von Goltz entdeckte alles rechtzeitig, sodass der Verräter am 6. Juni 1429 seine gerechte Strafe erhielt.

 

Er wurde auf einer Kuhhaut zum Marktplatz geschleift, wo ihm der Leib aufgeschlitzt, sein Herz ins Gesicht geschleudert und sein Körper darauf in vier Teile gestückelt würde. Seinen Kopf aber hat man in Stein gehauen und an dem Tore, wo der Feind gestürmt hat, eingemauert.

 

In der Nikolaipforte ist sein Kopf heute noch zu sehen.

 

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