Legende der Wasserkunst zu Bautzen

 

Vor langen Jahren hatte ein Mönch namens Martin Gregor vom Stadtrate zu Bautzen den Auftrag bekommen, die Stadt mit Wasser aus dem Flusse (Spree) zu versehen. Da aber das Werk sehr kostspielig war, sich verpflichtet, seinen Kopf herzugeben, wenn es nicht gehe. Er hatte einen der Türme der Ringmauer benutzt, durch eine so genannte Kunst das Wasser in die Höhe zu treiben und in die Stadt leiten zu wollen.

 

Das Werk ging jedoch, nachdem es fertig war, nicht. Man setzte den Erbauer fest und wollte ihn töten. Indessen glückte es ihm, nächtlicherweile zu entwischen und nach einem nahen Berge bei Ebendörfel zu entkommen. Vor Müdigkeit ergriffen, setzte er sich nieder und schlief fest ein. Da träumte ihm, dass in einer der großen Röhren seiner Wasserkunst ein großer Frosch steckte und infolgedessen das Werk verstopft sei.

 

Er beschloss beim Erwachen, sich dem Rate der Stadt zu stellen und bat diesen, nochmals das Werk untersuchen zu dürfen. Dies wurde gestattet. Er fand wirklich den großen Frosch, zog denselben heraus und die Wasserkunst ging von dieser Zeit an und förderte Wasser in das Stadtinnere.

 

Der Berg bei Ebendörfel hieß von nun an Traumberg, woraus später Tromberg oder Thronberg wurde.

 

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